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Studien-Infos

Afrikanistik – Ziele und Potenzial

Die Afrikanistik als relativ junge Wissenschaft versteht sich als interdisziplinäre Beschäftigung mit allen wissenschaftlichen Facetten des afrikanischen Kontinents. Viele der den Universitäten angegliederten Institute für Afrikanistik, Afrikanologie oder afrikanische Sprachen und Kulturen weisen einen Forschungsschwerpunkt auf, der je nach Ausrichtung entweder die Sprachwissenschaft (Linguistik) ist oder die Ethnologie Afrikas, das heißt, dass Kulturen, Geschichte, Forschungsgeschichte und Gesellschaften untersucht werden.

Das Institut für Afrikanistik der Universität zu Köln verfolgt mit seinem sprachwissenschaftlichen Schwerpunkt das Ziel, die Erforschung afrikanischer Sprachen und sprachlicher Phänomene in den ca. 2000 Sprachen Afrikas voranzutreiben und in den gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen der Erforschung Afrikas einzubetten. Ergebnisse der Forschungsarbeit über afrikanische Sprachen und deren Gliederung, Verbreitung, deren soziologische Aspekte, deren Syntax, Morphologie, Phonetik und Phonologie sollen Studierenden der Afrikanistik im Grundstudium vermittelt werden, um die Entwicklung eigener wissenschaftlicher Interessen zu fördern, und somit für „Nachwuchs“ in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Kontinent zu sorgen. Da die Beschäftigung mit Afrika immer eine interdisziplinäre Art der Untersuchung erfordert, da sämtliche Lebensbereiche, Welterfassungssysteme (bei Beschäftigung mit den Sprachen Afrikas) und zahlreiche Wissenschaften mit einfließen, sind die Forschungsfreiheiten und -räume anders zu bewerten als in älteren, geisteswissenschaftlichen Fächern, da die Afrikanistik mehr Forschungspotenzial und mehr zu erforschende Felder im aktuellen Wissenschaftsdialog aufweist.

Die Afrikanistik ist sich ihrer prägenden Rolle im Rahmen der europäischen Gesellschaften und deren Afrikabildern bewusst und versucht gezielt Vorurteile abzubauen und durch realistischere Bilder, Tatsachen und Positivkonzepte (da Afrikabilder meist negativ behaftet vermittelt werden) zu ersetzen, die einer Wahrheit näher kommen als heraufbeschworene Bilder von Safarikitsch und Schreckenskontinent. Somit ist Afrikanistik auch die Disziplin des Dialogs zweier Kontinente und der vielen Völker und Kulturen, die in beiden vertreten sind. Dieser wichtigen Vermittlerrolle ist sich die Afrikanistik bewusst – und da stets alle Teile eines Ganzen entitätssichernd sind, zählen Wille, Motivation und Einstellung eines jeden Afrikanisten im Kontext der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Kontinent, der viel zu lange als „das Fremde“, „das Dunkle“, „das Bedrohliche“ in unserem Denken und in unserer Gesellschaft verteufelt und degradiert wurde.

BA/MA Kurzinfo Studienanfänger

Allgemeiner Überblick

Module

Es wird zwischen Basismodul, Aufbaumodul, Mastermodul und Ergänzungsmodul unterschieden. Die beiden ersteren werden unter Punkt 2 erklärt.

Das Mastermodul betrifft die 4 Semester des Masterstudiums, über das derzeit noch keine genauen Informationen vorhanden sind, da es voraussichtlich erst ab 2009 angeboten wird. Sobald feste Entwürfe vorliegen wird dieser Punkt überarbeitet.

Ergänzungsmodule dienen zusammen mit dem Studium Integrale (siehe dort) der Ergänzung des Zweifachbachelors, mit dem das vom Magisterstudium bekannte 2. Nebenfach bzw. 3. Fach weggefallen ist, da es quasi 2 Hauptfächer gibt. Sie werden im Vorlesungsverzeichnis unter uk-online als solche gekennzeichnet und man kann beliebig aus ihnen wählen, allerdings muss man sowohl im Studium Integrale als auch in den Ergänzungsmodulen im Laufe des Bachelors 12 CP erworben werden, egal ob durch aktive Teilnahme oder Klausur/Referat/HA, je nach Vorlieben der Professoren.

Allgemeines

Sprachkenntnisse

  • Französisch B1

    B1: Selbstständige Sprachanwendung
    Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.

  • Englisch B2

    B2: Selbstständige Sprachanwendung
    Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Hinweise

  • Aktuelle Termine

    sind immer auf der Institutseite und der Sektion Programm auf der Fachschaftsseite.

  • Prüfungsinformationen BA/MA

    Information der Phil-Fak

  • Fehlstunden

    pro Kurs darf man im Allgemeinen zweimal fehlen, da hat jede/r Professor/in /Dozent/in allerdings Handlungsspielraum und teilt diesen gewöhnlich in der ersten Vorlesung/Seminar mit.

  • Prüfungen

    Klausuren dauern in der Regel zwischen 45 Minuten und 90 Minuten, mündliche Prüfungen und Referate zwischen 20 und 30 Minuten.

  • Erklärung bestimmter Begriffe

    • Aktive Teilnahme
      regelmäßige Teilnahme, d.h. gewöhnlich nicht mehr als 2 Fehlstunden, bei 3 Mal Fehlen darf der Dozent/die Dozentin den Teilnahmeschein verweigern und der Kurs muss wiederholt werden.
    • CP = Credit Point(s)
      geben den voraussichtlichen Arbeitsaufwand der Studierenden wieder (einem Credit Point wird ein Aufwand von etwa 30 Arbeitsstunden zugrunde gelegt). Jedes Semester muss man ungefähr 30 Credit Points zu erwerben, während des gesamten Studiums mindestens 180. Man erwirbt sie durch bestandene Klausuren, gehaltene Referate, abgegebene Hausarbeiten oder die aktive Teilnahme, je nach Anforderung und natürlich durch die Bachelorarbeit, ergänzende Studien und Studium Integrale.
      Ein CP sagt dabei nichts über die erbrachte Leistung aus, eine 1,0 bekommt genauso viele CP wie eine mit 3,9 benotete Klausur. Es geht also nicht um die Qualität der Leistung, sondern darum, ob man bestanden hat, denn bei Nichtbestehen werden keine CP berechnet (außer für die aktive Teilnahme), wobei die Noten ab den Aufbauseminaren Bedeutung für die Bachelor-Gesamtnote haben.

Bachelorprüfung

  • muss in JEDEM der beiden Fächer des Zweifachbachelors abgelegt werden (d.h. 2 Bachelorprüfungen)
  • Klausurarbeit ( 4 Stunden) oder mündliche Prüfung (45 min)
  • wird in Verbindung mit einem der drei Aufbaumodulen abgelegt
  • CP: 6 CP

Bachelorarbeit

  • muss nur in einem der beiden Fächer abgelegt werden (nach Wahl)
  • Voraussetzungen: benotetes Referat/HA oder bestandene Klausur(?) aus den Aufbaumodulen
  • CP: 12 CP (für 10 Wochen Bearbeitungszeit und Seitenumfang von ca. 35 Seiten)
  • muss in Form einer eigenständig erarbeiteten Hausarbeit zu einem fachspezifischen Thema, das der vom Prüfungsausschuss beauftragte Prüfer stellt, abgelegt werden. Man hat aber was das Thema und den Prüfer betrifft ein Vorschlagsrecht
  • Die Bachelorarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der einzelnen Kandidatin oder des einzelnen Kandidaten aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien deutlich unterscheidbar und bewertbar ist.

SCHLUSS

Gesamtnote des Zwei-Fach-Bachelors gemäß § 2 Abs. 2 a) errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der beiden zweifach gewichteten Fachnoten und der einfach gewichteten Note der Bachelorarbeit.

Nach Abschluss des Bachelorstudiums erhält man den Akademischen Grad Bachelor of Arts

Bachelor Sprachen und Kulturen Afrikas an der Uni Köln

fileadmin/sites/inst_afrika/grafiken/fachschaft/Fachschaft_Afrikanistik_Bachelor_Info.pdf

  • linguistischer Schwerpunkt
  • Zweifach-Bachelor: Kombination mit zweitem Fach erforderlich.
    Möglichkeiten:

    • Deutsche Sprache und Literatur
    • English Studies
    • Erziehungswissenschaft
    • Sprachen und Kulturen der islamischen Welt
    • Ethnologie
    • Geschichte
    • Informationsverarbeitung
    • Kunstgeschichte
    • Linguistik und Phonetik
    • Philosophie
    • Romanistik

  • erforderliche Sprachkenntnisse: Französisch (Stufe B1) und Englisch (Stufe B2)
  • Auslandssemester: DAAD für außereuropäische und ERASMUS (AP: Matthias Brenzinger) für europäische Auslandsaufenthalte.

MODULE

zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmte Lern- und Lehreinheiten, die sich aus Basis- und Aufbaumodul zusammensetzen und am besten in zwei aufeinander folgenden Semestern abgeschlossen werden sollten.

Basismodule

Einführung, Noten zählen nicht, Semester 1-4

  • Basismodul 1 : Vier Sprachwissenschaftliche Einführungsseminare die innerhalb der ersten vier Semester belegt werden müssen

    • Phonetik und Phonologie
    • Morphologie und Syntax
    • Gliederung der afrikanischen Sprachen
    • Sprachsoziologie

    In zwei der vier muss man eine Klausur schreiben und bestehen, alles weitere erfolgt auf freiwilliger Basis
    pro Seminar 1 CP (ohne Klausur) 3 CP (mit Klausur).

  • Basismodul 2 : Drei geschichtliche Vorlesungen

    • Geschichte und Kultur des antiken Ägypten und Sudan (Ägyptologie) 3 CP
      nur im WS möglich, also 1. oder 3. Semester.
      Keine Klausur, ein Referat muss gehalten werden, das benotet wird ( Note zählt nicht für die Bachelorendnote )
      Wegen des Buches, das man benötigt, bei den höheren Semestern nachfragen, neu kostet es 15 Euro.
    • Geschichte und Kulturen Afrikas 1 (Afrikanistik) 1 CP
      muss im 2. Semester belegt werden, freiwillige Klausur
    • Geschichte und Kulturen Afrikas 2 (Afrikanistik) 3 CP
      muss im 3. Semester belegt werden, Pflichtklausur

  • Basismodul 3 : Sprachkurse 1 & 2

    • Bambara, Swahili , Hausa oder Ewe
      Pflichtklausur, 7 CP
      Kurs 1 im ersten Semester, Kurs 2 im zweiten Semester
      WICHTIG!!! zu den Übungen gehen empfohlen, auch wenn diese nicht kreditierbar sind

  • Basismodul 4 : Sprachkurse 3 & 4

    • Sprachkurs 3 s.o.
      Pflichtklausur, 7 CP
    • Sprachkurs 4 variiert (Lektüre oder Konversation)
      und /oder Strukturkurse je nach Sprache mit Pflichtreferat (5 – 7 CP)
      Bsp. Swahili: Sprachkurs Swahili 4: Swahili- Lektüre (aktive Teilnahme 5 CP) und Swahili-Konversation (Referat 7 CP)
      Bsp. Hausa: Sprachkurs Hausa 4: Hausa- Lektüre (s.o.) und Hausa- Strukurkurs (Referat s.o.)

Aufbaumodule

exemplarische Vertiefung in ausgewählten Bereichen/Teilgebieten, Noten werden im arithmetischen Mittel errechnet und fließen in die Gesamtnote mit ein (?), 4. - 6. Semester

  • Aufbaumodul 1 : Drei geschichtliche Vorlesungen,
    nur in einem der drei muss man ein Referat halten oder eine Hausarbeit (HA) abgeben.

    • Kulturen und Gesellschaft des alten Ägypten
      kann nur im SoSe belegt werden, also 4. oder 6. Semester, 2 CP (ohne, 4 mit)
    • Ägyptische Museen und Sammlungen
      muss im 5. Semester (WS) belegt werden, mit Exkursion, 3 CP (ohne, 5 mit)
    • Tradition und Moderne in Afrika
      muss im 4. oder 6. Semester belegt werden, 2 CP (ohne, 4 mit)

  • Aufbaumodul 2 : Philologie
    es kann zwischen 2a – 2d gewählt werden, man muss in einem Kurs ein Referat halten oder eine HA abgeben,
    2 CP für die beiden Kurse mit aktiver Telnahme, 4 CP für den Kurs mit Referat/ HA

    • Aufbaumodul 2a : 2 wissenschaftliche Übungen zu Ägyptische Philologie (Einführung in die Ptolemaistik, Quellen zur ägyptischen Kultur und Geschichte) und eines der drei Hauptseminare siehe 2b (Sprachwissenschaft); in einem Referat/HA (4CP) sonst aktive Teilnahme (2CP)
    • Aufbaumodul 2b : Drei sprachwissenschaftliche Hauptseminare (Sprachtypologie, Sprachwandel, Einsatz neuer Medien), in einem der Seminare muss ein Referat gehalten oder eine HA abgegeben werde, (nur Teilnahme: 2 CP, mit Referat/HA: 4 CP)
    • Aufbaumodul 2c : ein Sprachkurs Swahili 4 und zwei Hauptseminare zu Philologie und Sprachpraxis Swahili (Chrestomathie 1 & 2)
    • Aufbaumodul 2d : Drei Hauptseminare zu Philologie und Sprachpraxis Bambara (Bambara und die Mandingsprachen, Strukturkurs, Lektüre- und Schreibkurs)

  • Aufbaumodul 3 : Neue Theorien und Methoden
    zwei wissenschaftliche Übungen (Medien in Afrika NUR WS, Zur Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen in Afrika NUR SoSe), in einer muss ein Referat gehalten/eine HA abgegeben werde (4 CP) in der anderen genügt die aktive Teilnahme (2CP), Forschungskolloqium im 6. Semester (Teilnahme, 1 CP)

 

ALLE ANGABEN NATÜRLICH OHNE GEWÄHR.

FALLS IHR FEHLER ODER UNKLARHEITEN FINDET FREUEN WIR UNS ÜBER EINE MAIL VON EUCH.

EURE FACHSCHAFT

Mai 2008